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Mit welchen Herausforderungen es unsere digitale Infrastruktur in diesen Zeiten aufnehmen muss, war Thema unserer ersten Sendung des #ITDATA20 Online Summits.

Inhalt

    1. Unsere Experten Dr. Waldhauser und Dr. King
    2. IT braucht leistungsfähige IT-Infrastruktur
    3. Datenverkehr schnellt in der Krise in die Höhe
    4. Hält unser Netz das aus?
    5. Hotspot Frankfurt
    6. Digitale Infrastruktur in Deutschland unter ferner liefen
    7. Politik in der Verantwortung
    8. Die Zukunft liegt im Glas

Unsere Experten Dr. Waldhauser und Dr. King

Dazu begrüßte unser Moderator Martin Puscher Herrn Dr. Thomas King, Chief Technology Officer beim größten Netzwerkprovider DE-CIX. Er sorgt mit seiner Mannschaft am Internetknotenpunkt in Frankfurt für einen schnellen Datenaustausch. Ebenfalls als Experte mit in der Sendung war Dr. Béla Waldhauser. Er ist Chief Executive Officer bei der Telehouse Deutschland GmbH/KDDI Deutschland GmbH. Außerdem ist Dr. Waldhauser Sprecher der „Allianz zur Stärkung der digitalen Infrastruktur in Deutschland“.

 

IT braucht leistungsfähige IT-Infrastruktur

Frankfurt ist die Hauptstadt der Rechenzentrumsbranche. Dort befindet sich mit DE-CIX auch der weltweit größte Internet-Austauschknotenpunkt. Mit dieser digitalen Infrastruktur stellt das Unternehmen auch in dieser Krisenzeit die Versorgung seiner Kunden sicher. Dafür braucht es eine leistungsfähige IT-Infrastruktur!

 

Datenverkehr schnellt in der Krise in die Höhe

Angesichts der Empfehlung an die Deutschen zu Hause zu bleiben, wird das Internet derzeit so stark frequentiert wie nie zuvor. Entsprechend schnellt der Datenverkehr in die Höhe. In der Aufzeichnung der Sendung erklärt Dr. King die aktuellen Zahlen:

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Hält unser Netz das aus?

Die große Sorge, die alle umtreibt: Wird das hohe Datenaufkommen zu einem Problem für unser Netz? Die klare Antwort von Herrn Dr. Waldhauser: Nein! Die Rechenzentrumsbetreiber verfügen über die nötigen Kapazitäten. Die Mehrheit der Kunden von Telehouse Deutschland GmbH/KDDI Deutschland GmbH liegt bei 50 bis 60 % Auslastung der vertraglich vereinbarten Leistung.  Die aktuelle Datenkapazität am DE-CIX Frankfurt liegt bei mehr als 16,5 Terrabit pro Sekunde. Der derzeitige Peak betrug 9,1 Terrabit pro Sekunde. Zur besseren Veranschaulichung:  Das entspricht rd. 2 Mio. gleichzeitiger HD-Video-Streams. Auch die Hardware-Kapazitäten können problemlos ausgebaut werden, ungeachtet der ins Stocken geratenen Lieferketten aus Asien.

 

RZ-Hotspot Frankfurt

Frankfurt ist ganz klar der Hotspot der Rechenzentrumsbranche. Daimler z.B. verlagert seine Rechenzentrums-Kapazitäten von Stuttgart nach Frankfurt. Einer der Gründe, warum die Stadt am Main immer mehr an Bedeutung gewinnt:  Anwendungen werden zunehmend Latenz- und Bandbreiten-relevant werden; Stichwort Edge Computing. Im Zusammenhang mit 5G wird sich dieser Trend weiter verstärken.

 

Digitale Infrastruktur in Deutschland unter ferner liefen

Beim Thema Bandbreite rangiert Deutschland unter ferner liefen. EU-weit belegt unser Land den vorletzten Platz. Lediglich 4 bis 6 % der Gebäude sind an das Glasfasernetz angebunden.  Der EU-Durchschnitt liegt zwischen 14 und 16 %! Die Politik, aber auch teilweise die Wirtschaft, verkennt nach Meinung von Dr. Waldhauser die Bedeutung digitaler Infrastrukturen. Möglicherweise könnte jetzt angesichts der aktuellen Situation aber ein Umdenken einsetzen.

 

Politik in der Verantwortung

Dr. Waldhauser sieht die Politik in der Verantwortung, das Thema Glasfaser voranzubringen. Denn Investitionen in die Glasfaser sind gleichbedeutend mit Investitionen in die Zukunft. Auch bei den  Stromkosten herrscht seiner Meinung nach großes Optimierungspotenzial. Hier liegt Deutschland mit an der Spitze. Nur durch den Breitbandausbau kann das wichtige Rückgrat für eine funktionierende digitale Infrastruktur geschaffen werden. Auch, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Dr. King fordert ebenfalls den Ausbau der digitalen Infrastruktur; nicht zuletzt, damit sich unsere Wirtschaft weiterentwickeln kann.

 

Die Zukunft liegt im Glas

Gerade in der aktuellen Zeit wird deutlich, was digitale Infrastrukturen alles leisten (müssen). Das sollte man zum Anlass nehmen, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Denn: „Die Zukunft liegt im Glas“, so die klare Aussage von Dr. Waldhauser.

 
 

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